Montag, 29. Dezember 2008

Meßergebnisse der LANVU NRW

Auf nachfolgender Tabelle kann man sehen, an welchen Meßstationen es wieviel Überschreitungstage gegeben hat. Es sind sage und schreibe 7 (i.W. sieben) Meßpunkte - von insgesamt 57. Es gibt aber im Ruhrgebiet 9 (i.W. neun) Umweltzonen.

Soviel zum Thema, daß es sich bei den Zonen um ein dynamisch anwendbares Instrument handelt würde. Dynamik und deutsche Bürokratie sind eben doch nicht kompatibel.

(Quelle: http://www.lanuv.nrw.de/luft/immissionen/aktluftqual/pm10ueberschreitungen.htm)

Im Jahr 2007 gab es an 17 Stellen Überschreitungen. Gründete darauf etwa die ruhrgebietübergreifende Hysterie, schnellsten Zonen einrichten zu müssen? Und wie wird in der hiesigen, politisch korrekten Presse der Rückgang der Überschreitungstage wohl gewertet?

Fragen über Fragen begleiten uns ins neue Jahr hinein.

SKANDAL! Böller sind noch nicht verboten!

Rechtzeitig zum Jahreswechsel haben´s Silversterknaller und Feuerwerk ob ihrer enormen Gesundheitsgefahren mal wieder in die Feinstaub-Schlagzeilen geschafft. 

Link zum Artikel

Blöd dabei: Überschreitungstage infolge der Staubentwicklung durch Silversterböller gehen selbstverständlich auf das Feinstaubkonto der allseits bekannten und gescholtenen "Dieselstinker". Der Meßstation ist es vollkommen egal, aus welcher Quelle der Staub kommt.

Freitag, 26. Dezember 2008

Gratulation!

Der Bonner Umweltdezernent lehnt im Gegensatz zu den meisten seiner starrsinnigen Kollegen eine Umweltzone in seiner Stadt rigoros ab. Hut ab! Ein couragierter Gegner des umweltpolitischen Mainstreams. Man wünscht sich, es gäbe mehr solche Pragmatiker. Wir drücken ihm die Daumen, daß er nicht vor der perfiden Drohkulisse der DUH und anderer Umwelt-Verbände einknickt.

Keine Umweltzone in Bonn

Freitag, 14. November 2008

Endlich 15. November

Heiß ersehnt von den Entscheidungsträgern der Umweltzone: die inoffizielle Absprache, von dem 15.11. keine Bußgelder wegen fehlender Plaketten zu verhängen, läuft aus. Das dies nicht wirklich funktioniert hat, darüber haben wir berichtet.

Wer sich dazu etwas näher mit der Verkehrsführung befaßt wird darüber hinaus noch ein paar nette Fußangeln finden, die man an strategisch wichtiger Stelle in Form vom "Umweltzonenzipfeln" ausgelegt hat. Tja, die Städte brauchen jeden Euro.

Artikel in der WAZ

Sonntag, 2. November 2008

Wort zum Sonntag.

Seltsam, nicht wahr?

Dieser immense Aufwand, diese unglaubliche Maschinierie, welche für die Durchsetzung von Umweltzonen aufgefahren wurde. Dieses unüberhörbare Stakkato an Meldungen, wo wann wie streng kontrolliert würde. Wie versucht wird, dem Michel mal wieder ein schlechtes Gewissen einzureden. Diese Flut von wiederlegbaren Behauptungen wie unglaublich wichtig diese bunten Aufkleber auf den Windschutzscheiben sind. Tatkräftige Politiker, die geschickt und unnachgiebig gegen den unsichtbaren Feinstaubtod kämpfen und dabei - wahlweise mit ernster oder heiterer Miene - ihre Zähnchen in die Kameras zeigen. Das Laienstück Umweltzone zeigt, wieviele Persönlichkeiten selbst kleine Kommunal- und Landespolitiker bei Bedarf abrufen können.

Und erst recht deren Behörden: Rechtschaffende Bürokraten, die mit teutonischer (oder wollte ich sagen: vogonischer) Gründlichkeit mit Verordnungen ringen und dabei gar nicht merken, wie sie mit den übermannshohen Stapeln von Anträgen, Entwürfen, Genehmigungen, Ablehnungen, Eingaben, Stellungnahmen, Beglaubigungen, Studien, Gutachten, Machbarkeitsuntersuchungen, Arbeitsanweisungen, Rückmeldungen, Rundschreiben, Ausschußprotokollen und Verwaltungsvorschriften in ein weiteres, selbsterschaffenes Paralleluniversum hinübergleiten.

Hoffentlich - dieser Wunsch wird aller Voraussicht nach enttäuscht werden - haben wir es in absehbarer Zeit nicht mit ernsthaften Problemen zu tun. Dann schütze sich wer kann vor den "Hilfsmaßnahmen" der sog. Spezialisten aus Politik und Verwaltung.

Dienstag, 14. Oktober 2008

Klimahelden

Der ÖPNV ist gut
Der ÖPNV ist günstig
Der ÖPNV ist umweltfreundlich.

Sollen wir zumindest glauben. Bei genauerer Betrachtung diverser Buslininien im Essener Norden war folgendes erkennbar:
Auf vier verschieden Linien werden z.T. Gelenkbusse eingesetzt.
Diese Gelenkbusse sind nur in Verkehrsspitzen augelastet. Fahren sonst also halbleer durch die Stadt.
Diese Gelenkbusse haben eine rote Umweltplakette. Jetzt wird klar, warum die "Klimahelden"-Transparente von den EVAG-Bussen verschwunden sind.

Das sind nämlich nach gängigem Denkmuster (das die Verkehrsbetriebe selbst propagieren) dann keine Klimahelden, sondern Dreckschleudern. Die Grenze zum "Stinker" ist also ein schmaler Grat. Auch für die EVAG

Mittwoch, 1. Oktober 2008

Keine Schonfrist in Essen

Essen macht ernst.
Ab sofort.
Mit 40 Euro.
Mit Punkt in Flensburg.

Kein Nachsehen.
Keine Schonfrist.
Das ist der Essener Sonderweg.
Behördenwillkür in der "Kulturhauptstadt"
Der Gipfel der Unkultur im Umgang mit Bürgern, Autofahrern, Besuchern.

Es war zu befürchten
das ist Essen. Die Vogonen brauchen Geld.

Wie zu erfahren war und uns eben berichtet wurde, fanden heute Schwerpunktkontrollen - getarnt als Geschwindigkeitsmessungen statt.

Wenn Sie den verantwortlichen Leuten in den hiesigen Behörden und Verwaltungen mal richtig heftigen Flohbefall während einer temporären Lähmung ihrer Arme an den Hals wünschen - wir können mitfühlen und drücken die Daumen, das es klappt!

Die Zone nimmt ihren Lauf

... und wir werden in den nächsten Wochen erfahren, welcher Irrsinn da tatsächlich verbrochen wurde. Viele Verkehrsteilnehmer, die bis zuletzt gehofft hatten, daß es sich um einen üblen Scherz handeln würde, werden sich wahrscheinlich wundern, zu welchen geistigen Ergüssen ihre Rathäuser fähig sind.

Heute gilt in den Ruhrgebietsstädten die Fahrverbotszone. In einem ersten Schritt dürfen keine Fahrzeuge mehr ohne Plakette fahren. In den nächsten Jahren werden sukzessive auch rote und gelbe Plaketten verboten. Vielleicht wachen die Deutschen dann endlich auf.

Um das nochmals zu erwähnen: Die EU-Luftreinhalterahmenrichtlinie (ebenso das Urteil des EuGH vom Juli 2008) sieht sehr wohl Spielraum bei der Ausgestaltung der Zielerreichung vor. Die Umweltzonen sind eine rein deutsche Erfindung.

Dienstag, 30. September 2008

Schonfrist - jetzt doch nicht in Essen?

Wie soeben auf unserem Lokalsender in Essen einen Tag vor Einführung der neudeutschen Zonen erklärt wurde, plant die Essener Polizei (wohl als einzige im Ruhrgebiet) einen Sonderweg:

Die Halterdaten von Fahrzeugen ohne Plakette werden erfasst und ans Straßenverkehrsamt übermittelt. Werden etwa doch Schwerpunktkontrollen durchgeführt? Bleibt es voerst doch nicht bei einem Hinweis durch die Schutzleute? Was dort mit den Daten geschehn wird ist noch unklar.

Das in Essen nicht erst seit der Umweltzonen-Manie die Uhren anders ticken, dürfte vielen bereits klar sein. Schließlich müssen Bürger und Autofahrer hier etwas kürzer an die Kandarre genommen werden. Aber was soll so etwas? Wird Umweltdezernentin Raskob mit Gefolge Hausbesuche zur Verabreichung von sedierenden Mitteln absolvieren?

Werden die Halter direkt in Flensburg angepinnt? Welche Repressalien sind zu erwarten? Bei einem grünen Wahn, der beinahe faschistoide Züge annimmt, sollte man auf somanches gefasst sein. Gerade bei polizeilichen "Sonderwegen", welche die Vermutung nahe legen, daß sie politisch gesteuert sind.

Bedanken kann man sich zunächt aber bei diesem Herrn: Verkehrsdirektor Burkhard Kowitz
Wer diesem Link folgt kommt zu einer Seite der EVAG - der Essener Verkehrs-AG!

Ein Vergleich

Einige städtische Heulsusen sind der Meinung, die Umweltzonen im Ruhrgebiet wären ja viiieeeeel zu klein. Nur ein paar Zahlen:

16 qkm Köln
20 qkm Dortmund
44 qkm München (in Planung)
50 qkm Hannover
70 qkm Essen
88 qkm Berlin
zirka-Angaben

Sollten die derzeitgen Maßnahmen nicht ausreichen, wird die Fahrverbotszone Ruhr 2011 auf ca. 730 qkm ausgedehnt (ursprüngliche Planung) !

Morgen geht´s los. Mal sehen wie lange es ohne Plakette geht.

Donnerstag, 25. September 2008

HALT! Umweltzone

Unsere Zonenfreunde beglücken uns mit den ersten Verbotsschildern. Gestern habe ich das erste feindliche Schild auf einer Strasse in Bochum entdeckt und gleich fotografiert. So sieht das ein herannahender Autofahrer.




Wie, Ihr seht nix? Ist doch ganz deutlich aufgestellt, so wie wir die Plaketten auch gut sichtbar an die Scheibe kleben sollen. Also dann etwas näher rangetreten.



Wie - ihr seht immer noch nichts? Also dann mal direkt davor stellen: Zugewachsen! Haben wir was verpasst, daß das Schild so ins Gebüsch gestellt wird? Sollte man die Umwelt nicht besser davor warnen, daß ab dem Schild Schluß für sie ist?

Von der anderen Straßenseite aus ist auch nicht viel mehr zu sehen:
Formidabel, nicht wahr? Unsere Städtischen wissen nicht nur nicht, was sie tun. Nein, sie sind sogar zu blöd den Autofahrer wirksam auf diesen Schwachsinn hinzuweisen. Also 1:0 für die Stadtkassen, wenn 100m weiter die Plaketten kontrolliert werden. Sollte das etwa System haben? Bei der großen Anzahl von Verbotsschildern, die noch kommen werden bleibt das zu befürchten.

Mittwoch, 24. September 2008

Schonfrist

Die Obrigkeit hat sich dazu herabgelassen, nach Einführung der Zonen eine "Schonfrist" von 6 Wochen zu gewähren, in denen das Fehlen der Plaketten nicht geahndet wird. Während dieses Zeitraums ist eine "Aufklärungskampagne" geplant. Stichtag ist somit der 15. November 2008.

Also spült die Zone schon 6 Wochen eher Geld in die klammen Stadtkassen. Schilda ist von den Strategen an Rhein und Ruhr wieder einmal in den Schatten gestellt worden

Ursprünglich waren jedoch drei Monate im Gespräch (also der 01.01.), so hat man es z.B. auch in Köln gehandhabt.

Dienstag, 16. September 2008

Umweltzone Frankfurt jetzt beschlossen

Die Hessische Landesregierung hat der Frankfurter Umweltzone grünes Licht gegeben.
Artikel beim HR

Auch das Land Berlin hat ein Problem ...

... mit nicht-plakettenkonformen Fahrzeugen. Realität und Anspruch klaffen auch hier auseinander.

Zum Artikel im Berliner Kurier

Donnerstag, 11. September 2008

Zonenüberwachung und die Ordnungsmacht

Deutscher Einfallsreichtum bei Überwachung kennt bald keine Grenzen mehr. Wie heute bekannt wurde, ist geplant "Plakettensünder" mittels eines Radarfotos zu überführen. Dann kommt zu der Strafe infolge einer Geschwindigkeitüberschreitung auch noch ein Ticket und ein Punkt wegen fehlender Zonenplakette.

Artikel und Meinung zum Thema in der WAZ

Montag, 8. September 2008

Erste Pflicht: Bürgernähe

Total übersichtlich ...
Ein Höchstmaß an Klarheit ...
Für eine schnelle, unbürokratische und effiziente Verwaltung.
Preiswert: nur 10 - 100 Euro Gebühr

Hier geht´s zum abschreckenden, 4-seitigen (!) Ausnahmeantrag der Stadt Essen.

Solche Kopfgeburten kommen dabei raus, wenn sich realitätsverweigernde Verwaltungen (wähle nach belieben eine Stadt im Ruhrgebiet) sich "unbürokratisch und bürgernah" zu geben versuchen. Oh Wunder: das in Essen bisher noch nicht einmal gelungen.

Ja, es macht ihnen offensichtlich Spaß, eine weitere Bevölkerungsgruppe als Bittsteller willkommen heißen zu dürfen, um ihnen die Gnade ihres Amtes angedeihen zu lassen.

Freitag, 5. September 2008

Weiterer Hochofen für Duisburg?

Irrsinn - grenzenlos.

In der Umweltzone könnte ein neuer Hochofen entstehen. Ein Plus für den Wirtschaftsstandort - ohne Frage. Allmählich erschliest sich einem auch die Äußerung eines CDU-Politikers, der mutßmaßte, das infolge der vermeintlichen saubereren Luft durch die Zone die Thyssen-Krupp-Stahl AG nun den Spielraum für einen weiteren Hochofen hätte.

Aus der WAZ vom 05.09.2008

Mittwoch, 3. September 2008

Der Countdown läuft

Es ist Anfang September und nur noch wenige Wochen bis zum Start einer der größten Einteignungsaktionen durch die Hintertür der jüngeren Geschichte. Nach Ablauf einer Übergangsfrist 2009 (Ausnahmegenehmigung jetzt beim zuständigen Straßenverkehrsamt beantragen!) ist ab spätestens Ende nächsten Jahres Schluß mit ohne Plakette.

Mittwoch, 30. Juli 2008

Bezirksregierung Münster proudly presents ...

"Nicht erst seit dem Urteil des Europäischen Gerichtshofes vom 25. Juli 2008, welches jedem Bürger ein einklagbares Recht auf die Minimierung der Luftschadstoffe durch die Forderung nach Aufstellung eines Luftreinhalte-/Aktionsplanes garantiert, engagiert sich die Bezirksregierung Münster für die Luftreinhaltung."

Wir haben tatsächlich richtig gelegen: Die mediale Ausbeutung der (manche würden sagen: Gehirnwäsche) beginnt mit einem Sich-selbst-auf-die-Schulter-klopfen der politisch Verantwortlichen. Widerlicher geht´s nimmer. Der Plan tritt am 4. August 2008 in Kraft.

Zur Pressemittelung der Bezirksregierung Münster

Düsseldorf soll eine Zone einrichten

Die Bezirksregierung Düsseldorf schreibt der Landeshauptstadt vor, daß sie auch eine Umweltzone einrichten soll. Die Stadt sperrte sich bisher gegen den Zonenwahn. Bekannterweise hält die Bezirksregierung Düsseldorf eine UZ für ein "geeignetes" Mittel.

Zur Pressemitteilung der Bezirksregierung